Die aktuelle Situation in unserer Branche

 

Durch die erlassenen Restriktiven der damaligen Bundesregierung aufgrund des Corona-Virus ist die Hotel- und Gastronomiebranche in erhebliche Schwierigkeiten geraten. 

Die auferlegten Lockdowns haben erheblich dazu beigetragen, dass rund 400.000 Mitarbeiter aus Hotellerie & Gastronomie die Branche verlassen und sich krisensichere Jobs in anderen Branchen gesucht haben. 

Dramatische Umsatzeinbrüche während der seit 2020 andauernden Corona-Pandemie waren eine weitere große Belastung für die Branche, von der sich viele bis heute nicht erholt haben. 

Auch wenn die staatlichen Hilfen zunächst geholfen haben, drohende Insolvenzen zu verhindern, so konnten auch diese Hilfen nicht dazu beitragen, das Umsatz- und Gewinn-Volumen, so wie dies bis zu dem Jahr 2019 zu verzeichnen war, aufzufangen. 

Zudem finden seit Mitte des vergangenen Jahres 2020 verstärkt Betriebsprüfungen in der Hotellerie & Gastronomie durch die Finanzämter statt, die sehr genau prüfen, ob die erhaltenen finanziellen Hilfen in der gewährleisteten Form überhaupt rechtmäßig waren. 

Die ersten Hoteliers & Gastronomen, bei denen diese Sonderprüfungen bereits stattgefunden haben, müssen einen erheblichen Teil der erhaltenen Gelder jetzt wieder an den Staat zurückzahlen – Gelder, die in der Regel längst ausgegeben worden sind. 

Wie fatal die Umsatzentwicklung gerade in der Gastronomie ist, zeigen die nachfolgenden Statistiken vom vergangenen Jahr:

 

DEHOGA Bundesverband: Umsatz

 Diese Zahlen belegen, dass allein das Gastgewerbe in den Jahren 2020 und 2021 rd. 30 Milliarden Euro weniger Umsatz gehabt haben, als im Jahr 2019. Für das Jahr 2022 wird ein Gesamtumsatz für das Gastgewerbe in Höhe von rd. 68,4 Milliarden Euro erwartet.

 

Die Befürchtungen vom Präsidenten DEHOGA

 Guido Zöllick, Präsident des Bundesverbandes DEHOGA , äußerte sich kürzlich wie folgt zu der Lage im Gastgewerbe: „Ich befürchte, dass ca. 40% der Inhabergeführten Hotel- und Gastronomiebetriebe nicht überleben werden“!

 Zusätzliche Hürden für 2023: Die Explosion der Kosten

 Als wenn die zuvor beschriebenen großen Herausforderungen nicht ausreichen würden – es kommen in diesem (und sicherlich auch in den Folgejahren) weitere, zusätzliche immense Herausforderungen auf die Hoteliers und Gastronomen/innen zu:

 Kostenexplosionen vor allem in den Bereichen Personal, Energie und Wareneinkauf! Die nachfolgend aufgeführte Tabelle zeigt die Tendenzen für das Jahr 2023:

 Deutschlands Ferienregionen fürchten ihren Niedergang

 Diese Herausforderungen zeigen, dass all diese Kosten nur durch massive Umsatzzuwächse gemeistert werden können, ansonsten werden sich die Befürchtungen von Herrn Zöllick für sehr viele Hoteliers und Gastronomen bewahrheiten: viele werden untergehen!!

 Fazit aller Herausforderungen für 2023:

 Fassen wir hier noch einmal kurz zusammen, welche Herausforderungen jetzt angegangen werden müssen, um auch zukünftig mit Ihrem Betrieb auf der Erfolgsspur zu bleiben:

  •  Fachkräftemangel
  • Umsatzrückgänge der letzten 3 Jahre kompensieren und wettmachen
  • Kostenexplosionen in den Bereichen Energie, Personal und Einkauf
  • Massive Zusatzumsätze herbeiführen, um diese Krise zu meistern

Was jetzt zu tun ist:

 Viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus unserer Branche, mit denen ich in den vergangenen Wochen gesprochen habe, sind verzweifelt. Sie sind regelrecht paralysiert und wissen nicht, was sie jetzt tun sollen.

 Das ist auf der einen Seite natürlich verständlich, denn so eine Krise hatten wir bisher noch nie. Auf der anderen Seite ist es aber die falsche Einschätzung, denn immer da, wo Krisen zu meistern sind, sind auch immer Chancen, die es jetzt zu ergreifen gilt.

 Dennoch wird es eine gravierende Marktbereinigung geben, die vielleicht auch zumindest teilweise notwendig ist. Die Betriebe, die bereits vor Corona am Rande des Existenzminimums entlang gehangelt haben, werden vom Markt verschwinden.

 Aber alle anderen, die jetzt wirklich gewillt sind, alteingesessene und lieb gewonnene Gewohnheiten über Bord zu werfen und bereit sind, jetzt radikal umzudenken, werden auch weiterhin erfolgreich auf dem Markt bestehen!

                  Die entscheidende Frage an Sie ist: wozu sind Sie bereit, wozu wollen Sie gehören???

 

Jetzt ist radikales Umdenken erforderlich

Sie müssen sich jetzt darüber im Klaren werden, dass große Teile Ihrer bisherigen Betriebsführung nicht länger funktionieren! Das bedeutet, Sie müssen sich jetzt als Unternehmer begreifen und sich explizit mit den betriebswirtschaftlichen Zahlen Ihres Betriebes auseinandersetzen.

Ich weiß aufgrund meiner langjährigen Praxis, dass dies für viele Kollegen/innen ein Greul ist – es nutzt aber nichts, ohne betriebswirtschaftliches Denken und Handeln gehen Sie unter!

Zusätzlich müssen Sie sich auch mit den Instrumenten wie z.B..:

  • Unternehmensführung
  • Positionierung
  • Kalkulation
  • Kommunikation
  • Marketing
  • Strategien

sehr intensiv auseinandersetzen, um neue Mitarbeiter und neue Gäste zu bekommen, mit denen Sie die zwingend erforderlichen Zusatzumsätze erreichen können!

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Was sind die ersten Schritte?

 Sie sollten sich mit diesen 4 Möglichkeiten expliziert auseinandersetzen!

Gehen Sie die einzelnen Schritte einmal in aller Ruhe durch und überlegen Sie, welche Maßnahmen Ihnen zu den einzelnen Möglichkeiten spontan einfallen.

Denken Sie grundsätzlich immer auf Papier, denn erfolgreiche Unternehmer denken immer schriftlich. Machen Sie sich also die entsprechenden Notizen – das ist wichtig.

Überlegen Sie auch nicht, warum eventuell die ein oder andere Idee von Ihnen nicht funktionieren könnte. Denn das wissen Sie ja nicht, und wenn Sie das ein oder andere schon ausprobiert haben und dies tatsächlich nicht funktioniert hat, dann bedeutet das nicht, dass die Idee falsch ist, sondern nur, dass Sie möglicherweise den falschen Ansatz gewählt haben.

Worauf Sie jetzt Ihren Fokus richten sollten

Betrachten wir die Zukunft unserer Betriebe – egal ob Hotel oder Gastronomie – einmal ganz sachlich und nüchtern aus der Vogelperspektive:

Es gibt nur 4 Möglichkeiten, die Umsätze zu steigern:

1. Die Preise adäquat zu erhöhen

2. Die Besuchsfrequenz der Stammgäste zu erhöhen

3. Den pro Kopf- bzw. pro Zimmer-Umsatz zu erhöhen

4. Neue Gäste zu gewinnen